Heileurythmie: Wirkungsweise

Krankheit muss immer im Zusammenhang mit dem gesamten Menschen betrachtet werden und nicht nur symptomatisch. Es bestehen Zusammenhänge zum Beispiel zwischen:

  • Stoffwechselstörungen und Kopfschmerz,
  • Herzrhythmusstörungen und Atmung,
  • Psychischen Störungen und Organen.

Die Heileurythmie orientiert sich an den Lauten unserer Sprache.

Beim Sprechen bilden wir Laute nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten.

Die Heileurythmie setzt die Laute nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten in gezielte Bewegungen um.

Jede heileurythmische Bewegung, die wiederholend ausgeführt wird, wirkt in einer bestimmten Form auf die Vorgänge in unserem Organismus. Sie greift wie ein Medikament bis in die Funktionen einzelner Organe und Organsysteme ein.

Die Heileurythmie wirkt je nach Bedarf beruhigend, anregend, stärkend und regulierend.

Beispiele von Lautbewegungen

Laut B  – zur Beruhigung (z.B. bei Migräne)

Laute A-E-I-O-U  –  zum Durchatmen  (Herz-Lungen-System)

Laut L (3-teilig)  –  zum Beleben  (z.B. bei Depression)

Laut M –  zur Durchwärmung (z.B. bei Rheuma)

Erste Veränderungen können schon nach 1-2 Wochen wahrgenommen werden.

Je nach Indikation und therapeutischer Zielsetzung werden die Bewegungen ganz individuell auf den Patienten und das entsprechende Krankheitsbild abgestimmt.

Die therapeutischen Übungen fördern darüber hinaus die bewusste Eigenwahrnehmung.